EDC: Mein teures Hobby

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich begeistert mit dem Thema EDC. Das ist die Abkürzung für das englische „Every Day Carry“ – also das, was man jeden Tag dabei hat. Frauen kennen das als Handtasche 😀

Im Prinzip geht es dabei also um Dinge und Ausrüstung, die man wie gesagt immer bei sich hat. Bekanntestes Beispiel ist da sicherlich das Smartphone, gefolgt vom Geldbeutel. Manche Menschen haben zudem immer ein Taschenmesser oder Multitool einstecken. Es gibt Menschen die stets eine Gürteltasche „am Mann“ haben, etwas Werkzeug für den Fall der Fälle oder auch Dinge wie eine Powerbank, eine kleine Taschenlampe oder auch einen persönlichen Schlüsselanhänger. Aktuell kann man sicher auch eine OP- oder FFP2 Maske als EDC sehen, da die meisten sicherlich immer eine solche einstecken haben.

EDC Ausrüstung

Das Problem dabei ist nur, dass das eigene EDC zunehmend wächst und durchaus ins Geld gehen kann. Dafür gibt es – zumindest in meinem Fall – drei Gründe.

1. Es gibt eine riesige Community um das Thema und hier haben sich einfach verschiedene „must haves“ eingebürgert, von denen man schnell denkt, dass man sie eben auch benötigt bzw benötigen könnte. Manche Dinge gehören eben zum guten Ton oder man findet sie einfach toll. Ich sehe das ein wenig so wie tolle Alufelgen am Auto, RGB-Beleuchtung am PC, stylische Handyhüllen oder auch teure Sneaker. Sie machen Dinge nicht unbedingt besser, schneller oder nutzbarer, finden aber trotzdem leicht Liebhaber und Interessenten und man gibt Geld dafür aus, obwohl sie vielleicht objektiv kaum Mehrwert bieten. Außer halt dieses schöne Gefühl, sie zu besitzen.

Im Bereich EDC wären hier sehr prominent die folgenden Dinge zu nennen:

Knipex Cobra, EDC Stofftuch, eine Wurfmünze, Maxpedition Pouches für persönliche Ausrüstung, Olight Taschenlampen, alles was mit Kaffee zu tun hat

Versteht mich nicht falsch.. all diese Dinge sind toll und ich besitze sie selbst allesamt. Aber sie sind halt nicht unbedingt so wichtig und unverzichtbar, wie wir EDC-Begeisterten uns das gerne einreden. Eine Knipex Cobra 125 ist ein tolles, robustes und hochwertig verarbeitetes Werkzeug. Aber eine 12cm „große“ Wasserpumpenzange benötigt man in der Regel halt nicht ganz so oft, zumal die meisten Menschen in meiner EDC-Blase auch stets noch ein Victorinox Swiss Tool oder eines der Leathermen Tools dabei haben und somit sowieso eine Zange mit sich führen.

Auch die Lampen von Olight finde ich super. Aber ich habe mittlerweile 6 Stück bei mir, weil ich für jede davon einen Anwendungszweck „finde“ und Backups ja nie verkehrt sind. Im Endeffekt bin ich aber eigentlich nur ein begeisterter Sammler von Olight Lampen.

Olight i3t eos

Auch das EDC Hankerchief/hank ist mittlerweile ein „must have“. Ein stylisches Tuch zum Naseputzen, Hände abwischen, als Unterlage für unterwegs oder um einen Trinkbecher zu säubern. Pustekuchen! Wir sprechen hier von 15 EUR aufwärts je Tuch. Kein Mensch benutzt die für die genannten Zwecke 😀 Die Teile haben nur eine Funktion: EDC-Gear auf den üblichen Plattformen toll in Szene zu setzen 😀

EDC Hank  Knipex Cobra

 

2. Es gibt unglaublich viele tolle Dinge und man glaubt halt leicht, die alle irgendwann brauchen zu können. Ein Taschenmesser ist nie verkehrt. Ein Taschenlampe aber auch nicht. Ein Multitool benötigt man auf jeden Fall irgendwann. Ein Tuch ist nie verkehrt. Kaugummi oder Bonbon hat man auch immer dabei. Ne kleine Schere, eine Ersatz-Taschenlampe, ne Batterie für Notfälle oder gleich ne AA und eine AAA. Auch Pflaster benötigt man immer mal – besonders wenn man Kinder hat. Die eigene Ausrüstung wächst also immer wieder an, weil man eben immer mehr Dinge benötigt oder zu benötigen glaubt.

Maxpedition Mini EDC

3. Die Aufbewahrung ist gaaaaaaanz wichtig. Man wirft ja nicht einfach alles in eine Plastiktüte oder nen Zipper-Beutel. Es muss ja auch alles sicher und geschützt aufbewahrt werden. Und sortiert. Also mindestens mal ein Maxpedition Mini für den Rücksack und am besten noch ein Micro für die Gürteltasche. Wer sich hier nicht so gut auskennt: das sind kleine Taschen – Pouch/Pouches genannt – für allerlei Krimskrams.

Maxpedition Mini

Ihr seht also, dass das Ganze durchaus ins Geld gehen kann, wenn man sich dafür interessiert und begeistert. Aber das Ganze ist natürlich irgendwo auch ein Hobby und die kosten halt oft einfach Geld. Ich bin glücklich damit und dann darf es eben auch mal 30 EUR im Monat kosten (gelegentlich auch mehr^^). Ich werde euch da weiter auf dem Laufenden halten und weil es mein Hobby ist, jetzt auch öfter hier verbloggen.

Kleiner Hinweis noch: Ich habe nicht die Absicht, hier Werbung zu machen. Ich habe alle genannten Artikel selbst gekauft, voll bezahlt und ich nenne sie, weil ich sie tatsächlich selbst besitze. Ich bekomme kein Geld oder irgendwelche sonstigen Zuwendungen dafür. Ich finde die Teile einfach toll – weshalb ich sie ja auch gekauft habe. Es gibt aber keinerlei Beziehung zu den jeweiligen Firmen. Alle hier gezeigten Fotos wurden auch von mir selbst geschossen.

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