Der passende EDC-Rucksack

Ich hatte ja hier bereits über mein Hobby EDC gesprochen. Ein für mich wichtiger Teil war dabei natürlich auch die Aufbewahrung und der Transport meiner „Ausrüstung“. In der Vergangenheit war ich hier – insbesondere ob meiner schulischen Ausbildung – ein Rucksack mit „Schulqualitäten“. Ich hatte mich da damals für einen Jack Wolfskin Dayton entschieden.

Jack Wolfskin Dayton Rucksack Jack Wolfskin Dayton Rucksack Jack Wolfskin Dayton Rucksack Jack Wolfskin Dayton Rucksack

Ein super Teil. Robus, stabil, gut verarbeitet und genug Fächer für Stifte und anderen Schulkram. Hat einige Regenschauer trocken überstanden, saß bequem und ist auch 10 Jahre später noch in einem – für das Alter – guten bis sehr guten Zustand.

Ich habe allerdings gemerkt, dass er als EDC-Rucksack eher ungeeignet ist. Für Schule, Ausbildung, etc sicher eine spitzen Wahl – in dem Fall aber nicht wirklich ideal. Da ich jedoch so zufrieden war, sollte es wieder ein Jack Wolfskin werden.

Das wurde es dann auch und zwar in Form eines MOAB JAM 30.

Jack Wolfksin Moab Jam 30 Jack Wolfksin Moab Jam 30 Jack Wolfksin Moab Jam 30 Jack Wolfksin Moab Jam 30 Jack Wolfksin Moab Jam 30 Jack Wolfksin Moab Jam 30

Eigentlich auch wieder ein Spitzenteil. Gute Verarbeitung, gefiel mir optisch gut, hatte dieses gepolsterte Airflow-System am Rücken und viele Fächer. Eigentlich ein Toploader, konnte man ihn unten trotzdem durch eine Art Durchreiche von zumindest zwei Seiten befüllen und entleeren. Ein Regenschutz war eingebaut bzw direkt bei Kauf dabei und es gab unzählige Einstellungsmöglichkeiten.

Genau diese Einstellungsmöglichkeiten waren aber einer der beiden Gründe, wieso ich mich relativ schnell wieder vom MOAB Jam Verabschiedet habe. Ich habe es einfach nicht geschafft, das Tragesystem so einzustellen, dass er angenehm gesessen hat. Immer war irgendwo etwas, was mich zumindest genervt hat. Ein leichtes Zwicken hier, schmerzender Rücken da, unbequemes Tragegefühl je nach Befüllung, usw.

Ich glaube, dass es ganz klar an mir lag. Ich habe einfach keine Ahnung, wie ich einen solchen Rucksack richtig einstellen muss. Da gibt es ja unzählige Tricks und Kniffe und Dinge, die man eben beachten muss. Aber ich habe es einfach nicht geschafft, ein durchweg angenehmes Tragegefühl zu bekommen. Das ist sicher auch dem Umstand geschuldet, dass besagter Rucksack eigentlich wohl für ein Fahrrad gedacht ist und man dort natürlich eine andere Körperhaltung hat, als beim Laufen oder Gehen.

Der zweite Grund war für mich zudem die Form, wenn der Rucksack gefüllt war. Im unteren Teil war sehr viel Platz. Zum einen aufgrund des getrennten unteren Fachs – zum anderen aber auch einfach aufgrund der Schnittform. Das hatte zur Folge, dass der Inhalt mir stets nach unten rutsche und sich ein dicker Bauch bildete, während der obere Teil leer war. Sah blöd aus und fühlte sich komisch an. Ich merkte zudem, dass ich als Tagesrucksack für mein EDC keine 30 Liter benötige.

Es kam wie es kommen musste – ein neuer Rucksack musste her. Dieses mal wurde es ein Tasmanian Tiger Essential Pack L. Ein taktischer Rucksack für den „Einsatz“.

Tasmanian Tiger Essential Pack L Tasmanian Tiger Essential Pack L Tasmanian Tiger Essential Pack L Tasmanian Tiger Essential Pack L Tasmanian Tiger Essential Pack L

Ein geiles Teil! Grandios verarbeitet und dennoch günstig. Runderum Molle, um das Ganze nach Belieben zu erweitern. Ich habe mir mehrere Pouches zugelegt und nach Bedarf befestigt. Das war so ein Rucksack, den du vom Mount Everest ins Tal werfen kannst und der dann trotzdem unbeschadet unten ankommt 😀

Das Teil hat mich lange begleitet und ich war total begeistert. Alle wie er sich beim tragen angefühlt hat. Da hat nichts gekniffen, da ist nichts gerutscht – das Teil war einfach in jeder Situation angenehm zu tragen. Es gab nur leider auch hier wieder einige kleine Negativpunkte für mich.

Zum einen war das Teil optisch schon extrem Tactical. Da sah man wirklich aus, als würde man zu irgendeinem Sondereinsatzkommando oder so gehören 😀 Gerade im Urbanen Bereich sicher nicht nur von Vorteil. Grey Man war da nicht. Zudem war der Rucksack zwar ausreichend, aber schon sehr gut gefüllt. Da war kein Platz mehr für Erweiterungen, es sei denn ich hätte noch mehr Pouches außerhalb angebracht. Mit 15 Litern die Häfte des MOAB Jam und mir wurde klar, dass ich mich irgendwo dazwischen einfinden muss.

Ein weiterer Nachteil war letztendlich auch, dass das Teil ein reiner Toploader ist. Zwar konnte ich mir dadurch behelfen, dass ich Dinge nach oben gepackt habe, die ich öfter benötige – allerdings war dadurch die Lastverteilung nicht mehr ganz so optimal. Es war kein großes Problem, aber die Reihenfolge beim Packen nach Nutzung ist halt ein wenig anders als die Reihenfolge beim Packen nach optimaler Gewichtsverteilung.

Es musste also etwas her, was die Vorteile der vorherigen Jack Wolfskin bietet, dabei die Robustheit und Qualität des Tasmanian Tiger und gleichzeitig besseren Zugriff und ein „Ladevolumen“ irgendwo in der Mitte zwischen den vorherigen Rucksäcken.

Preislich ist es dann mit 160 EUR für meine Verhältnisse ziemlich eskaliert, als ich genau das in Form eines Maxpedition Pygmy Falcon II gefunden habe.3 Liter mehr als der Tasmanian Tiger, ebenfalls erweiterbar durch Molle und bereits mit zwei integrierten Trinkflaschenhaltern ausgestattet. Eine sensationelle Verarbeitung mit 1000D Nylon, verstärkter Boden und tolle Fächer. Kompressionsriemen, diverse Einstell- und Anpassmöglichkeiten und dennoch sehr kompakt.

Maxpedition Falcon II Maxpedition Falcon II Maxpedition Falcon II

Das Teil lässt sich als Clamshell öffnen, was bedeutet, dass man den Reißverschluss bzw die Reißverschlüsse so weit öffnen kann, dass der Deckel quasi komplett geöffnet wird. Ich komme an den gesamten Inhalt gleichzeitig heran.

Maxpedition Falcon II clam shell  Maxpedition Falcon II toploader

Ich bin aktuell – wie das bei EDC ja so ist – wöchentlich mit Optimierungen beschäftigt 😀 Aber ich bin total froh, diesen Rucksack gefunden zu haben. Der wird mich jetzt sicher einige Jahre begleiten.

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